Mahnwache für Menschenrechte (Melilla)


Mahnwache für Menschenrechte (Melilla)

Anlässlich des gewaltsamen Todes von mindestens 37 Menschen an der spanisch-marokkanischen Grenze ruft die Seebrücke Passau am Freitag um 21:30 zu einer Mahnwache am Ludwigsplatz auf. Gemeinsam soll um die 37 getöteten Menschen getrauert und ein Zeichen gegen die sinnlose Gewalt an der EU-Außengrenze gesetzt werden.

Am vergangenen Freitag starben mindestens 37 Menschen bei dem Versuch, die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überqueren. Viele weitere wurden verletzt. Die marokkanischen Sicherheitsbehörden hielten die Menschen mit brutaler Gewalt davon ab, in das Gebiet der EU zu gelangen und von ihrem Recht auf einen Asylantrag Gebrauch zu machen. Auf dem Boden liegende Personen wurden mit Schlagstöcken verprügelt und teils stundenlang ohne Versorgung liegengelassen.

Besonders zynisch ist die Reaktion des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, der das Vorgehen der Sicherheitskräfte ausdrücklich lobte. Und leider bringt er damit die Haltung vieler europäischer Regierungen auf den Punkt: Menschen sollen um jeden Preis aus Europa herausgehalten und jeglicher Verantwortung abgegeben werden. Denn außerhalb unserer Grenzen sind die hochgelobten europäischen Werte nicht viel wert.

Wir möchten heute um die Getöteten trauern und zeigen, dass nicht alle Menschen in Europa diese Auffassung teilen. Es können Teelichter in Gläsern als Zeichen der Anteilnahme mitgebracht und aufgestellt werden.

Gleichzeitig fordern wir legale und sichere Fluchtwege in die EU, damit alle Menschen von ihrem Recht auf einen Antrag auf Asyl Gebrauch machen können. Das sinnlose Sterben an Europas Grenzen muss ein Ende haben!